EN 388 2016
EN 388:2016 Arbeitshandschuhe sind für mechanische Risiken wie Abrieb, Schnitt, Weiterreißen und Durchstich ausgelegt. Die Norm hilft dabei, Schutzhandschuhe nach ihrer Schutzleistung zu vergleichen und passend zum Einsatzbereich auszuwählen. Besonders wichtig ist die richtige Bewertung bei Arbeiten mit Werkzeugen, Metall, Glas, scharfen Kanten, rauen Oberflächen oder mechanischer Belastung. Bei Totalprotex finden Sie EN-388-Handschuhe für Industrie, Montage, Lager, Bau, Handwerk und weitere professionelle Arbeitsbereiche.
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EN 388:2016 einfach erklärt
Die Norm EN 388:2016 beschreibt die Schutzleistung von Arbeitshandschuhen gegen mechanische Risiken. Dazu gehören Abrieb, Schnitt, Weiterreißen und Durchstich. Je nach Modell kann zusätzlich ein Stoßschutz geprüft und gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung hilft dabei, verschiedene Schutzhandschuhe besser zu vergleichen und für den passenden Arbeitsbereich auszuwählen.
EN-388-Handschuhe werden in vielen Bereichen eingesetzt: Industrie, Montage, Lager, Logistik, Bau, Handwerk, Metallverarbeitung, Glasverarbeitung, Wartung, Verpackung und Recycling. Entscheidend ist nicht nur, dass ein Handschuh nach EN 388 geprüft ist. Wichtig ist, welche Werte er erreicht und ob diese Werte zum tatsächlichen Risiko am Arbeitsplatz passen.
Die Kennzahlen auf Arbeitshandschuhen verstehen
Bei EN 388:2016 besteht die Kennzeichnung aus mehreren Leistungswerten. Diese Werte zeigen, wie der Handschuh bei verschiedenen mechanischen Prüfungen abschneidet. Typische Angaben betreffen Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Weiterreißfestigkeit und Durchstichfestigkeit. Zusätzlich kann ein Buchstabe für den Schnittschutz nach dem TDM-Test angegeben sein.
Abriebfestigkeit ist wichtig, wenn Handschuhe häufig mit rauen Oberflächen, Werkzeugen, Kartonagen, Metallteilen oder Baustoffen in Kontakt kommen. Weiterreißfestigkeit zeigt, wie widerstandsfähig das Material gegen das Weiterreißen ist. Durchstichfestigkeit ist relevant, wenn spitze Gegenstände oder scharfe Kanten vorkommen. Für viele Tätigkeiten ist außerdem der Schnittschutz besonders wichtig.
Ein einzelner hoher Wert reicht nicht automatisch aus. Ein Handschuh kann sehr abriebfest sein, aber weniger Schnittschutz bieten. Ein anderer Handschuh kann hohen Schnittschutz haben, aber weniger Fingergefühl ermöglichen. Deshalb sollte die gesamte Kennzeichnung betrachtet werden.
Schnittschutzklassen A bis F
Ein wichtiger Bestandteil von EN 388:2016 ist der Schnittschutz nach dem TDM-Test. Dieser wird mit Buchstaben von A bis F angegeben. A steht für einen niedrigeren Schnittschutz, F für einen sehr hohen Schnittschutz. Diese Angabe ist besonders relevant bei Arbeiten mit scharfen Kanten, Blechen, Glas, Messern, Werkzeugen oder anderen Materialien mit Schnittgefahr.
Für leichte Montagearbeiten, Verpackung oder allgemeine Lagerarbeiten kann ein niedrigerer Schnittschutz ausreichend sein, sofern die Schnittgefahr gering ist. Bei Arbeiten mit Metall, Glas, scharfkantigen Bauteilen oder Recyclingmaterialien sollte ein höherer Schnittschutz geprüft werden. Wichtig ist aber auch hier: Der höchste Schutzwert ist nicht immer die beste Wahl, wenn dadurch Beweglichkeit und Tastgefühl stark eingeschränkt werden.
Für gezielte Schnittschutzanforderungen sind schnittfeste Handschuhe die richtige Unterkategorie. Dort sollte besonders auf Schutzklasse, Beschichtung, Passform und Einsatzbereich geachtet werden.
Welche EN-388-Handschuhe für welchen Einsatz?
Für trockene Montagearbeiten und präzise Tätigkeiten eignen sich häufig leichte Handschuhe mit guter Passform und hohem Tastgefühl. Sie sollten eng sitzen, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Bei solchen Arbeiten sind Griff, Fingergefühl und Tragekomfort oft genauso wichtig wie die mechanischen Schutzwerte.
Für Lager, Verpackung und Logistik sind Handschuhe mit gutem Griff, Abriebfestigkeit und angenehmem Tragekomfort sinnvoll. Bei häufigem Kontakt mit Kartonagen, Paletten, Werkzeugen oder rauen Oberflächen sollten die Handschuhe widerstandsfähig genug sein, damit sie im Arbeitsalltag nicht zu schnell verschleißen.
In Metallverarbeitung, Glasverarbeitung, Bau und Recycling sind robustere Handschuhe erforderlich. Hier können scharfe Kanten, Splitter, raue Materialien und höhere mechanische Belastungen auftreten. Je nach Risiko sollten Schnittschutz, Abriebfestigkeit und Durchstichschutz stärker gewichtet werden.
Beschichtung, Grip und Tragekomfort
Die Schutzwerte sind nur ein Teil der Auswahl. Die Beschichtung entscheidet häufig darüber, wie gut ein Handschuh in der Praxis funktioniert. PU-beschichtete Handschuhe sind oft leicht und flexibel und eignen sich gut für trockene Präzisionsarbeiten. Nitrilbeschichtungen können bei öligen oder leicht feuchten Bedingungen besseren Grip und höhere Abriebfestigkeit bieten. Latex kann starken Griff ermöglichen, ist aber nicht für jede Umgebung und nicht für jede Person geeignet.
Für Arbeiten, bei denen sicherer Halt entscheidend ist, sind passende Griffhandschuhe wichtig. Wenn zusätzlich chemische Risiken bestehen, reichen normale EN-388-Handschuhe nicht aus. Dann sollten geeignete Chemikalienschutzhandschuhe geprüft werden.
Tragekomfort ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Handschuhe, die schlecht sitzen, zu stark schwitzen lassen oder die Fingerbewegung behindern, werden im Arbeitsalltag oft nicht konsequent getragen. Deshalb sollten Größe, Material, Innenfutter, Beschichtung und Flexibilität zur Tätigkeit passen.
EN 388 im Zusammenspiel mit anderen Schutzanforderungen
EN 388 bezieht sich auf mechanische Risiken. Andere Gefahren erfordern zusätzliche oder andere Schutzfunktionen. Bei Kälte sind Thermo- und Kühlhaushandschuhe relevant. Bei Hitze, Funkenflug oder Schweißarbeiten sollten geeignete Schweißerhandschuhe verwendet werden. Bei Chemikalien müssen Handschuhe nach den jeweiligen chemischen Risiken ausgewählt werden.
Auch die übrige Ausrüstung sollte zum Einsatzbereich passen. Je nach Tätigkeit gehören Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen oder weitere persönliche Schutzausrüstung dazu. EN-388-Handschuhe sollten daher nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil der gesamten Arbeitsschutzausrüstung.
Häufige Fragen zu EN 388:2016
Was bedeutet EN 388:2016 bei Arbeitshandschuhen?
EN 388:2016 ist eine Norm zur Bewertung von Schutzhandschuhen gegen mechanische Risiken. Sie beschreibt unter anderem Schutz gegen Abrieb, Schnitt, Weiterreißen und Durchstich. Die Kennzeichnung hilft dabei, Handschuhe für passende Arbeitsbereiche auszuwählen.
Was bedeuten die Zahlen und Buchstaben bei EN 388?
Die Zahlen und Buchstaben zeigen die getestete Schutzleistung in verschiedenen Bereichen. Dazu gehören Abriebfestigkeit, Schnittschutz, Weiterreißfestigkeit, Durchstichfestigkeit und der zusätzliche Schnittschutz nach dem TDM-Test mit Buchstaben von A bis F.
Ist ein Handschuh mit hohem Schnittschutz immer besser?
Nicht automatisch. Ein hoher Schnittschutz ist bei starken Schnittgefahren wichtig, kann aber je nach Material die Beweglichkeit und das Fingergefühl verringern. Der Handschuh sollte immer zum tatsächlichen Risiko und zur Tätigkeit passen.
Wann brauche ich EN-388-Handschuhe?
EN-388-Handschuhe sind sinnvoll, wenn mechanische Risiken bestehen, zum Beispiel durch raue Oberflächen, Werkzeuge, Metall, Glas, Kartonagen, scharfe Kanten oder spitze Gegenstände. Die benötigte Schutzleistung hängt vom konkreten Arbeitsplatz ab.
Schützen EN-388-Handschuhe auch vor Chemikalien?
Nein, nicht automatisch. EN 388 bewertet mechanische Risiken. Für Chemikalien müssen geeignete Chemikalienschutzhandschuhe gewählt werden, die für die jeweiligen Stoffe und Einsatzbedingungen vorgesehen sind.


















