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Schnittfest

Schnittfeste Handschuhe schützen die Hände bei Arbeiten mit scharfen Kanten, Werkzeugen, Metall, Glas, Kunststoff, Kartonagen oder anderen Materialien mit Schnittgefahr. Sie werden häufig in Industrie, Montage, Lager, Bau, Metallverarbeitung, Glasverarbeitung und Recycling eingesetzt. Wichtig sind nicht nur die Schnittschutzklasse, sondern auch Passform, Griff, Beschichtung, Beweglichkeit und Tragekomfort. Bei Totalprotex finden Sie Schnittschutzhandschuhe für unterschiedliche Risiken und Arbeitsbereiche.

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Mann in schwarz-grauer Arbeitskleidung. Er hat schnittfeste Handschuhe an und hat Töpfe mit Pflanzen in beiden Händen. Im Hintergrund sieht man verschwommene Laubbäume und die Ladefläche eines LKWs.

 

Schnittschutzhandschuhe für sicheres Arbeiten

Schnittfeste Handschuhe gehören zu den wichtigsten Arbeitshandschuhen, wenn mit scharfen Materialien, Werkzeugen oder Kanten gearbeitet wird. Sie können das Risiko von Schnittverletzungen deutlich reduzieren und sind in vielen Bereichen sinnvoll: Metallverarbeitung, Glasindustrie, Bau, Montage, Lager, Logistik, Recycling, Verpackung, Wartung und allgemeine Industriearbeiten.

Die Auswahl sollte nicht nur nach dem höchsten Schnittschutzwert erfolgen. Ein Handschuh muss zur tatsächlichen Tätigkeit passen. Für präzise Montagearbeiten wird ein anderer Schnittschutzhandschuh benötigt als für grobe Arbeiten mit Metallteilen oder Glas. Entscheidend sind Schnittschutz, Griff, Fingergefühl, Abriebfestigkeit, Durchstichschutz, Beschichtung und Tragekomfort.

 

EN 388 und Schnittschutzklassen erklärt

Bei EN 388:2016 werden mechanische Risiken von Schutzhandschuhen bewertet. Dazu gehören Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Weiterreißfestigkeit, Durchstichfestigkeit und je nach Modell auch Stoßschutz. Die Kennzeichnung hilft dabei, Handschuhe für unterschiedliche Risiken besser zu vergleichen.

Besonders wichtig ist der Schnittschutz. Moderne Schnittschutzhandschuhe werden häufig nach dem TDM-Test mit Buchstaben von A bis F bewertet. A steht für einen niedrigeren Schnittschutz, F für sehr hohen Schnittschutz. Für leichte Arbeiten mit geringerer Schnittgefahr reicht oft ein niedrigerer Wert. Bei Metall, Glas, scharfen Blechen oder starkem Kontakt mit Schnittkanten sollte ein höherer Schutz gewählt werden.

Ein hoher Schnittschutz allein macht einen Handschuh jedoch nicht automatisch zur besten Wahl. Sehr starke Materialien können steifer sein und das Fingergefühl reduzieren. Für feine Arbeiten ist deshalb ein ausgewogener Handschuh oft besser als der höchstmögliche Schutzwert.

 

Welcher Schnittschutzhandschuh passt zu welchem Einsatz?

Für Montagearbeiten, Lager und Verpackung sind leichte Schnittschutzhandschuhe mit guter Passform und hoher Fingerbeweglichkeit sinnvoll. Sie sollten eng anliegen, ohne einzuengen, und ein gutes Tastgefühl ermöglichen. Für Arbeiten mit kleinen Teilen, Werkzeugen oder Maschinen ist präziser Griff besonders wichtig.

In der Metallverarbeitung, Glasverarbeitung oder im Recycling sind robustere Modelle sinnvoll. Hier können scharfe Kanten, Splitter oder raue Oberflächen auftreten. Neben Schnittschutz sind Abriebfestigkeit, Durchstichfestigkeit und eine widerstandsfähige Beschichtung wichtig.

Für Arbeiten in feuchten, öligen oder rutschigen Umgebungen sollte zusätzlich auf die Beschichtung geachtet werden. Griffhandschuhe mit geeigneter Oberfläche können helfen, Werkstücke sicherer zu halten. Für chemische Risiken reichen normale Schnittschutzhandschuhe nicht aus; dann sollten zusätzlich passende Chemikalienschutzhandschuhe geprüft werden.

 

Beschichtungen, Grip und Tragekomfort

Die Beschichtung beeinflusst, wie gut ein Schnittschutzhandschuh in der Praxis funktioniert. PU-beschichtete Handschuhe sind häufig leicht, flexibel und gut für trockene Präzisionsarbeiten geeignet. Nitrilbeschichtungen bieten oft besseren Griff bei öligen oder leicht feuchten Bedingungen und sind widerstandsfähiger gegen Abrieb. Latex kann guten Grip bieten, ist aber nicht für jede Arbeitsumgebung und nicht für jede Person geeignet.

Auch das Innenmaterial ist wichtig. Moderne Schnittschutzhandschuhe verwenden häufig Fasermischungen, die Schnittschutz mit Flexibilität verbinden. Ein guter Handschuh sollte nicht unnötig dick sein, wenn Fingergefühl gebraucht wird. Gleichzeitig darf er bei riskanten Arbeiten nicht zu leicht ausfallen.

Tragekomfort ist ein Sicherheitsfaktor. Wenn Handschuhe unbequem sind, zu stark schwitzen lassen oder die Fingerbewegung behindern, werden sie im Arbeitsalltag oft nicht konsequent getragen. Deshalb sollten Größe, Passform, Material und Beweglichkeit sorgfältig gewählt werden.

 

Schnittschutz mit anderen Schutzfunktionen kombinieren

Schnittfeste Handschuhe decken nicht automatisch alle Risiken ab. Bei Kälte werden spezielle Thermo- und Kühlhaushandschuhe benötigt. Bei Hitze, Schweißarbeiten oder Funkenflug sollten geeignete Schweißerhandschuhe verwendet werden. Bei elektrostatisch sensiblen Bereichen können ESD-Handschuhe erforderlich sein.

Auch die übrige Arbeitsausrüstung sollte zum Risiko passen. Je nach Tätigkeit gehören Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen oder weitere persönliche Schutzausrüstung dazu. Die beste Wirkung entsteht, wenn Handschuhe nicht isoliert, sondern als Teil der gesamten Schutzausrüstung ausgewählt werden.

 

Häufige Fragen zu schnittfesten Handschuhen

Wann brauche ich schnittfeste Handschuhe?

Schnittfeste Handschuhe sind sinnvoll, wenn mit scharfen Kanten, Blechen, Glas, Messern, Werkzeugen, Kunststoffteilen, Kartonagen oder anderen Materialien mit Schnittgefahr gearbeitet wird. Entscheidend ist die tatsächliche Gefährdung am Arbeitsplatz.

 

Was bedeutet EN 388 bei Arbeitshandschuhen?

EN 388 bewertet mechanische Risiken wie Abrieb, Schnitt, Weiterreißen und Durchstich. Die Kennzeichnung hilft dabei, Handschuhe nach Schutzleistung zu vergleichen und für passende Einsatzbereiche auszuwählen.

 

Welche Schnittschutzklasse ist die richtige?

Das hängt vom Risiko ab. Für leichte Schnittgefahren reichen oft niedrigere Werte. Für Glas, Metall, scharfe Bleche oder intensiven Kontakt mit Schnittkanten sollte ein höherer Schnittschutz gewählt werden. Gleichzeitig müssen Fingergefühl und Beweglichkeit zur Tätigkeit passen.

 

Sind schnittfeste Handschuhe auch stichfest?

Nicht automatisch. Schnittschutz und Durchstichschutz sind unterschiedliche Eigenschaften. Ein Handschuh kann guten Schnittschutz bieten, ohne für starke Stich- oder Durchstoßrisiken geeignet zu sein.

 

Welche Beschichtung ist bei Schnittschutzhandschuhen sinnvoll?

Für trockene Präzisionsarbeiten ist PU häufig geeignet. Für ölhaltige oder leicht feuchte Umgebungen kann Nitril sinnvoll sein. Für starken Grip unter bestimmten Bedingungen kann Latex geeignet sein, sofern keine Einschränkungen durch Materialverträglichkeit bestehen.